Classic Gold 200

Das Motiv macht den Look. Will ich etwas bestimmtes erreichen, muss ich in erster Linie das richtige Motiv fotografieren. Es geht einfach nicht, im Nachhinein an allen Reglern zu drehen und in Wuppertal die wunderbare Atmosphäre eines Strandes abzubilden. Licht, Farben, alles funktioniert anders. Ich beobachte auch gerne, wie die Anmutung mancher Motive sich verändert, wenn die Jahreszeiten, oder vielleicht nur die Tageszeiten sich verändern. So kann man viel lernen. Man findet raus, wann man ein bestimmtes Motiv fotografieren kann und wann es gar nicht funktionieren wird. Es hilft mir auch bei meiner Arbeit an The Classic Presets. Im Moment arbeite ich an einem neuen Workflow, der es mir ermöglicht analoges Material noch authentischer abzubilden. Seit einiger Zeit fotografiere ich wieder vermehrt auf Negativfilm und stelle fest, wie sehr dann manchmal ein Preset doch vom Original abweichen kann. Das betrifft nicht nur Mischlicht, mit welchem der Film deutlich angenehmer umgehen kann, als unsere digitale Technik. Es sind Tonwerte, Sättigungen bestimmter Farben, die sich je nach Motiv verändern. Wenn ich meine Negative scanne, eröffnen sich dazu noch zusätzliche Wege, wie ich das Material interpretieren kann, um so meinem Wunschmotiv näher zu kommen. In letzter Zeit konnte ich daraus ein paar Rückschlüsse ziehen und habe mir Wege erarbeitet, um diese auf digitales Material anzupassen. Am Wochenende war ich mit Sheila in Bergen aan Zee. Dort fahren wir öfter hin, wenn wir mal kurz ans Meer wollen und dort habe ich schon ein paar Rollen verschossen. Ich kann habe also ein bisschen Referenzmaterial, was mir ähnliche Motive zu verschiedenen Tages und Jahreszeiten abbildet. Das half mir eine kleine Neuschöpfung zusammenzubauen. Hier sehen wir 2 Alpha Versionen, die auf dem Kodak Gold 200 basieren, aber in die auch mein persönlicher Geschmack eingeflossen ist. Bei einer mehr, bei der anderen weniger. Nun heißt es testen, weiterentwickeln und sehen, wo einen das hinführt.