Das Solaris Projekt.

Es gibt die Ferrania Solaris Filme und ja, die sind spannend und manchmal wohl etwas eigen. Ich habe ein paar hier und ich werde sie noch in Referenzmaterial verwandeln und übrigens stellt sich Ferrania gerade neu auf und will 2019 zurück ins Geschäft kommen. Nochmal 100 Jahre Analogfilm heißt es auf ihrer Seite und die Einstellung gefällt mir sehr!

Das Solaris Projekt ist jedoch etwas anderes, auch wenn den Ferrania Filme den Anstoß zu allem lieferten. Vor einigen Monaten habe ich mich mit diesen Filmen beschäftigt und ich wollte sie in Lightroom Presets übersetzen. Wenn mir das mit den CineStill Filmen geglückt war, wird so ein normaler Negativfilm ja nicht so schwer sein.

Seit diesem Gedanken ist einiges passiert. Ich bin abgelenkt wurden, habe andere Dinge umgesetzt und noch keinen einzigen Solaris belichtet. Es ist ein bisschen so, als würde ich sie mir für etwas besonderes aufheben und nun ja, ich weiß gar nicht was das sein sollte. Meine Zurückhaltung lies jedoch eine andere Idee heranwachsen. Ich interpretiere viel und versuche das Verhalten vom Filmmaterial nicht nur auszumessen, sondern zu verinnerlichen. Viele von euch werden wissen, dass Fuji immer ein bisschen mehr zum Grünstich neigt und wer mag nicht das Rot bei Kodak? Die einzelnen Filme haben dann nochmal ihre eigenen speziellen Eigenarten. Ich fragte mich, ob man die nicht wild miteinander kombinieren und sich nicht einfach eigene Filme ausdenken könnte, die es so nie gegeben hat. Das ist die Metapher hinter dem Solaris Projekt.

Ich fokussiere einen maximalen analogen Charakter, sofern der denn als digitale Kompromisslösung zu erreichen ist. Alles ist flacher, weniger stark gesättigt, eben näher an den Erfahrungen, die ich beim Scannen des Originalmaterials gesammelt habe. Wer mir auf Instagram folgt weiß, dass ich in den letzten Monaten auch wieder viel Film fotografiert habe und alles ausprobiere, was mir in die Finger kommt. Dabei stellte ich fest, dass wir digital viel zu sehr verfremden und die Gammakurve eigentlich anders verlaufen sollte.

Wir nutzen in LR die RGB-Gradationskurven sehr gerne, aber haben irgendwie nie bedacht, welchen nachteiligen Einfluss sie auf die Sättigung von Farben haben können. In Kombination mit den weiteren Tools zur Tonwertveränderung ergibt sich oft ein Flickenteppich von Einstellungen, die man irgendwann nur noch schwer im Zaum halten kann. Ich habe möglichst viel simplifiziert und alles eliminiert, was stört, um dann nochmal alles zu hinterfragen, was ich mit den Classic Film Presets für Lightroom angefangen habe. Die Solaris Presets kommen ohne Profile aus und arbeiten mit Lightroom-Bordmitteln.

Im Moment gibt es 15 verschiedene erdachte Filme, weitere 9 sind in Planung. Die erste Veröffentlichung wird allerdings nur 12 enthalten, denn ich will das ganze Projekt in einem ständigen Fluss weiterentwickeln und aufstocken. Jeden Monat wird es einen neuen Film geben, der in einem natürlich kostenlosen Update veröffentlich wird. Das wird mir und euch viel Spaß machen.

Das Solaris Project findet ihr im The Classic Presets Shop für 29,99€.

Solaris 800z

Solaris Veliva 50

Solaris 400h

Solaris Elite Chrome 100

Solaris Gold 200

Solaris XPS 160

Solaris XPS 160

Solaris XPS 160

Solaris Elite Chrome 100

Solaris Velvia 50

Solaris Portra 400 NC

Solaris Velvia 50

Solaris Precisia 100

Solaris 400h

Solaris Portra 800

Solaris 400h

Solaris Portra 160

Solaris Superia 100

Solaris Portra 400 NC

Solaris XPS 160

Solaris XPS 160

Solaris XPS 160

Solaris Gold 200

Solaris XPS 160