Infrarotfilm
NACHTRAG:
Es gibt einen besseren Workflow. Meiner hat deutliche Schwächen bei manchen Farben und eignet sich nur für Bilder mit sehr hohem Grünanteil. Ich habe dazu in den Tiefen des Internets eine Seite gefunden, die die verschiedensten Herangehensweisen beschreibt. Darüber hinaus fand ich ein Photoshop Action Script, welches das von mir gewünschte Ergebnis liefert. Kanalmixer auf Blau 100, Rot und Grün auf 0, sowie Farbton bei Farbton und Sättigung auf 180 einstellen.
Nachdem ich einmal die Möglichkeiten von Farbinfrarotfilm gesehen hatte, ließ mich das Thema nicht mehr los. Es ist äußerst schwierig heute noch an solche Filme zu kommen, da sie schon lange nicht mehr hergestellt werden. Auf eBay hat man manchmal Glück, aber zahlt auch horende Summen. Es musste also einen praktikableren Weg für mich geben. Ich wollte damit versuchen richtig zu arbeiten. Also bedarf es einer gewissen Geschwindigkeit, in der die Bilder digital zur Verfügung stehen müssen. Dazu kommt auch, dass ich Lieferengpässe nicht haben möchte. Ich habe mich also erst einmal belesen, wie diese Filme funktionieren und habe mich nach Tools umgesehen, die eventuell schon einen digitalen Workflow ermöglichen. Color Efex Pro 3 von Nik Software bietet einige Filter dafür. Ich gebe damit aber viel aus der Hand und erhalte auch nur ein Ergebnis, was in der Nähe des angestrebtem Looks liegt. Wie geht das nun aber in Photoshop? Es ist relativ simple.
Zunächst einmal habe ich ein Bild mit großem Grünanteil ausgewählt. Ich möchte primär dieses Grün in Richtung Magenta umformen.
Hierzu lege ich 2 Einstellungsebenen ‘Umkehren’ an. Die erste wandelt das Bild in ein Negativ und die zweite bringt es wieder zurück in ein Positiv.
Danach ändere ich den Ebenenmodus der zweiten Ebene auf ‘Luminanz’ und bin schon nah am gewünschtem Endergebnis. Grün ist nun Blau.
Um aus dem Blau jetzt ein Magentaton zu formen, nutze ich die ‘selektive Farbkorrektur’. Hier kann ich auch andere Farbe beeinflussen und so meine Szenerie entsprechend einfärben. Je nach Bild kann der Modus ‘Relativ’ nicht genügen und man erzielt mit ‘Absolut’ ein intensiveres Ergebnis.
Natürlich ist das Bild nun noch nicht fertig. Bis zum fast identischem Ergebnis fehlen noch ein paar Arbeitsschritte, aber ich denke, das Prinzip ist damit klar. Bin gespannt, was ihr nun damit anstellt.




