Hipster guide to digital lomography
Return of the Imperium, Digga! Das hier wird ne Triologie, weil wir wissen, dass gute Dinge, ruhig Triologien sein können. Nun wissen wir auch, dass ihr alle Fast Food mögt und richtig leckere Sachen nur von Mutti zubereiten lasst. Mit der von den Medien anerzogenen Aufmerksamkeitsspanne von durchschnittlich 12 Sekunden, ist die analoge Lomography vielleicht nicht der richtige Weg auf den Hipstertron. Immerhin landet bei euch ja sowieso alles im Internet und muss ins digitale Austauschformat geprügelt werden. An die Party in der Gartenlaube von Oma Waltraut erinnert sich nach einer Woche Sommerferien doch eh keiner mehr so genau. Die Bilder müssen also schneller zu SchülerVZ gelangen. Einige wirklich sinnvolle Lösungen möchte ich euch nun gegen den Austausch einiger Likes, Klicks und Shares vorstellen.
Ricoh GRD II/III
Was Ricoh anzubieten hat, könnte auch ein wirklich gutes Partywochenende finanzieren, aber der Preis scheint sich zu lohnen. Was man so hört klingt nicht nach Frustration, sondern ist reinstes Lob. Beliebt ist sie bei Menschen die hauptsächlich Street Photography betreiben, weil sie klein ist, eine ideale Brennweite besitzt und schnell einsatzbereit ist. Vorteile die man auch in der Gartenlaube, oder auf dem nächsten Kalkbrenner Rave schätzen lernt. Schwarzweiß kann sie zudem sehr gut alleine und das große Thema Bildbearbeitung kann man sich oft schenken. 350€ sind nicht viel, aber auch nicht wenig. Ich besitze sie noch nicht. Vielleicht aber dann doch, irgendwann… Morgen… Oder so.
Sigma DP1/2
Ebenfalls eine hochgelobte Kameraserie sind die DPs von Sigma. Auch hier gibt es wieder eine weitwinkelige Festbrennweite, die schon einiges kann und kompakte, gute Bedienbarkeit. Die Bildqualität soll besser sein, als bei der GRD, welche jedoch besser zu bedienen sein soll. Bildrauschen ist ebenso weniger ein Problem, wie bei der GRD. ISO 1600 soll noch mit seinem eigenen Charm gut zu ertragen sein. 318€ sagen gängige Preisvergleichseiten. Wie viel MDMA man dafür bekommt, müsste ihr jetzt selbst ausrechnen.
Panasonic Lumix DMC-LX5
F2, ISO 1600 ohne zu fluchen und die Möglichkeit manuell zu fokussieren, bekommt man mit der LX5 für 378€. Sie hat dazu noch einen Zoom, der in gängigen Brennweiten fixiert werden kann. Ich denke zwar dass alles um die 35mm genug sein sollte, aber ich weiß genau, dass ihr denkt, die Länge macht’s. Auch sie kann RAW’s auskotzen und ihr habt dann in PS oder Lightroom, vielleicht auch mit Aperture alle Möglichkeiten, eure Kunst mit tollen Looks zu versehen.
Wie das geht, dass erfahrt ihr beim nächsten mal, wenn es wieder heißt, Einhörner retten die Welt mit Majonäse und kalten Cheeseburgern.



Ich besaß mal eine Lumix LX2, die war ja an sich ganz nett. Vor allem für Liebhaber von Landschaftsaufnahmen dürfte bei der LX-Serie das 16:9-Format wirklich sehr spannend sein. Natürlich ist sie damit auch perfekt für einen Besuch in Berlin geeignet, denn um den Fernsehturm zu schießen, oder um ein Panoramabild vom Alex zu knipsen, ist sie somit bestens gewappnet. Der manuelle Fokus war jetzt allerdings eher unpräzise und sehr hakelig, da haben Kameras mit einem haptischen Zoom-Regler natürlich enorme Vorteile.
Aber vielleicht machen unscharfe Bilder ja gerade den Reiz aus. Außerdem muss man diese nicht wegschmeißen, sondern kann sie mit seinem Lieblings-Zitat versehen, vorzugsweise in weißer Helvetica Bold (für Windows-User empfiehlt sich hier alternativ die Arial Bold, diese erreicht dann aber nicht den gleichen Hipster-Score wie Helvetica!!!).
Vielleicht mag sich ja die Technik inzwischen bei der Lumix im Vergleich zur LX2 weiterentwickelt, aber wollen wir das wirklich und ist das dann wirklich noch Lomography? Die LX2 ist jetzt fast schon Vintage, die war ja eher so 2007, vielleicht steigt damit der Marktwert auch bald wieder …
Einen schönen Sonntagabend noch,
Fabian
PS: Hier gab es vorhin nach einem Gewitter einen Regenbogen, ich habe ihn aber leider zu spät entdeckt, sodass ich das Einhorn, was ihn produziert hat, nicht mehr ablichten konnte …
LX2 < LX5 das ist doch wohl klar und warum wir im Digitalen möglichst gute Kameras einsetzen wollen, erkläre ich beim nächsten Mal zusammen mit meinem Gast 3CCP, dem ostdeutschen Protokolldroiden.
Hey, hatte mir am Wochendende auch mal die Lumix DMC-LX5 angeschaut, macht ganz gute bilder, kann aber leider nicht mit der Fuji x100 mithalten, sie ist zwar nicht schlecht, aber ist halt einfach auch nicht das was man möchte. Von der Bildqualität kommt sie knapp an die eigenschaften der Leica V-LUX 30 und diese ist ja ehr eine Hosentaschen kamera.
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