Weihnachtsmarktterror mit Pferdewurst
Da wo Würste von Ross angeboten werden und Hähnchenbratereien neben dem Streichelzoo stehen. Da wo die verhaltensorginelle Ziege ein Alpaca besteigen möchte und scheitert. Da wo Gehhilfen ähnlich Einsatz finden, wie Schlagstöcke auf G8 Gipfeln, da ist Weihnachtsmarkt. Wer alt genug ist betrinkt sich. Wer zu jung ist, quengelt und schreit. Alte nörgeln und schauen gespannt der Ziege zu. Insgesamt ist es kalt, überfüllt und fettig. Die Meterwurst schmeckt nicht und die handgearbeiteten Kerzenbögen sind etwas schief. Wäre alles im Sommer würde es Schützenfest heißen. Nur das Schmalzgebäck ergibt einen Sinn. Trotzdem wünscht man sich eine Brandrodung des “Wäldchens”, für das eigens ein paar Nadelbäume gefällt wurden und die letzten Tage ihres Lebens, in der Fussgängerzone einer mittelwestdeutschen Kleinstadt, am Westharzrand verbringen müssen.

























sehr schön. wieder einmal. text und bild…
Das einzig positive das ich mit Weihnachtsmarkt verbinde ist Backfisch und das ich dort meine große Liebe kennengelernt habe…
Toller Text, habe sehr gelacht.