Die Sache mit dem Feuer.
Feuer ist warm, unglaublich nützlich und manchmal ebenso unglaublich gefährlich. Irgendwann einmal trommelte einer unserer Vorvorvor…vorfahren auf seine Brust und stieß dabei Laute aus, die in etwa “Ich habe Feuer gemacht.” bedeutet haben. Jetzt war die Menschheit nicht mehr aufzuhalten. Der Schritt zur Atombombe musste nur noch gegangen werden und der T-Rex, wenn auch schon längst wegen seiner kleinen Arme ausgestorben, durfte sich mal gepflegt ficken. Feuer wird seither oft und gerne vom Menschen benutzt. Wir garen unsere Unmengen Fleisch und zerkochen unser Gemüse. Wir heizen unsere Wohnräume und schmeißen Napalm auf Waldstücke, weil da ja vielleicht irgendwo einer unserer Feinde mit einem kleinen Gewehr stehen könnte. Feuer ist schon was tolles. Ich scherze oft darüber, dass sich ein wütender Mob, mit Fakeln und Mistgabeln aufmacht, um das Monster, was oben im Schloss lebt, zu töten. Das ist meine urbane Überheblichkeit.
Ich begleitete gestern eine Horde Dorfbewohner. Sie trugen Fakeln und gingen einen Hügel hinauf. Ob es in dem Ort ein Schloss gab, weiß ich nicht. Ein Monster sah ich auch nicht. Stattdessen zeigt mir dieses Dorf, dass es noch so etwas wie Gemeinschaften gibt. Gemeinschaften, die weit über den örtlichen Schützenverein, oder die NPD Ortsgruppe hinausgehen und etwas völlig gegensätzliches sind. Hier beging man eine Tradition und es gab Menschen, die sich dieser Tradition angenommen haben, nur um die Gemeinschaft zu fördern. Mag sein, dass heute wieder alle neidisch, auf den neuen Firmenwagen, des Nachbarn schauen, bevor sie ihre Gardine zuziehen. Ich habe jedoch schon sehr lange nichts mehr erlebt, das so gut funktioniert hat.




































