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Paul Heger
Reflektion / 7. August 2010

Ich freue mich jedes Mal dar­über, wenn ich Men­schen treffe, die etwas machen wol­len und Dinge auch ange­hen. Auch wenn sie nicht genau wis­sen, was sie wol­len, wis­sen sie, was sie ganz bestimmt nicht möchte. Ebenso freue ich mich zur Zeit, wenn man sich über Zukunfts­pla­nung, Job, Prak­ti­kum, Kar­riere, wei­ter­kom­men und den eige­nen rich­ti­gen Weg unter­hält. Mit Paul geht bei­des. Er hat den Mut zu sagen, was er nicht haben möchte, sucht aber genau wie ich, nach dem nächs­ten Ding. Ich habe das Gefühl, dass wir beide an einem der Wen­de­punkte im Leben ste­hen und so habe ich ihn mal für die tolle Rubrik ‘Reflek­tion’ ausgefragt.

Was ist dein Schaffen?

Momen­tan ist es mein Blog, ein wenig foto­gra­fie­ren und ander­wei­tig krea­tiv arbei­ten, wobei das momen­tan eher weni­ger ist.

Was wirst du tun?

Hof­fent­lich stu­die­ren oder einen Job fin­den, Haupt­sa­che frei sein.

Warum tust du das?

Irgend­wie muss ich ja Geld ver­die­nen und mich wei­ter entwickeln

Wie hast du dich ges­tern gesehen?

Ganz gut, also wirk­lich. Das mit dem Blog läuft, das Schrei­ben übe ich noch. Ich gehe momen­tan jeden Abend zufrie­den ins Bett. Das war vor einem Monat noch anders.

Was beein­flusst dein Tun?

Musik, Freunde, die Umwelt und die täg­li­che Dosis Internet.

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Warum machst du nicht etwas anderes?

Weil ich nichts ande­res kann, nein eigent­lich kann ich schon eine ganze Menge. Aber ich habe keine Lust irgend­et­was zu machen, nur um Geld zu ver­die­nen. Ich will etwas machen, wo ich hin­ter ste­hen kann und woran ich Spaß habe.

Wann beginnt für dich Scheitern?

Also eigent­lich gibt es das für mich nicht. Irgend­was lernt man immer. Aber das letzte Mal, als etwas schei­terte, war es ein­fach zu wenig Geld, für zu viel Arbeit und dann auch noch für die fal­sche Sache… Da habe ich aber gelernt, dass es nichts für mich ist.

Wo bist du gescheitert?

Bei mei­nem letz­ten Praktikum.

Wer bist du danach geworden?

Jemand der sich zwei­mal über­legt, einen Job nur des Gel­des wegen zu machen, oder lie­ber einen mit Herzblut.

Wel­che Hürde siehst du in dei­ner Zukunft?

Das liebe Geld und der damit ver­bun­dene Stop der Ent­wick­lung, denn ohne Geld kann ich mir gewisse Dinge nicht leis­ten, die mir aber wei­ter­hel­fen. Aber sicher­lich macht die Not auch erfin­de­risch, jeden­falls momen­tan. Doch bin ich zuver­sicht­lich das sich immer irgend­eine Lösung findet.

Wenn du sie über­win­dest, bist du…?

…noch lange nicht am Ziel.

Wel­che Rolle spielt Ber­lin bei all dem?

Ich bin hier gebo­ren, wohne jetzt wie­der in Ber­lin gute 5 Stra­ßen­ecken ent­fernt von dem Ort, wo ich die ers­ten zwei Jahre mei­nes Lebens ver­brachte. Ber­lin ist ein­fach schön, locker und es gibt eine unglaub­li­che Viel­falt. Doch ver­misse ich auch Ham­burg, der Ort an dem ich eigent­lich zu dem gewor­den bin, der ich jetzt bin. In Ham­burg hatte ich zu dem Zeit­punkt alles gekannt und mich ein wenig satt gese­hen. Ich glaube in Ber­lin wird das nie passieren.

Nenne noch 3 Songs, die deine Per­son am ehes­ten zusammenfassen.

Kings of Con­ve­ni­ence — I‘d rather dance with you
Bei­rut — Nan­tes
Matt & Kim — Les­sons Learned

Ich rate euch den Blog vom Paul zu besu­chen. Dort fin­det man schöne Ent­de­ckun­gen rund um Musik, Design, Foto­gra­fie und Film. Auch sein Tumblr-​Blog lohnt sich. Paul sucht außer­dem noch ein Prak­ti­kum /​Job. Anstel­lun­gen im Foto-​, oder Design-​Sektor strebt er an und ich ver­si­chere euch, dass ihr mit ihm einen talen­tier­ten krea­ti­ven Geist bekommt, der gerne sein Herz in ein Pro­jekt ste­cken möchte.

#Berlin#Interview#Paul Heger#Reflektion

(3) COMMENTS

Ein Interview « Design Is Nowhere
4 Jahre ago ·

[…] wurde von André inter­viewt. Viel Spaß beim […]

hannah
4 Jahre ago ·

schön :)

Paulchen
4 Jahre ago ·

Vie­len Dank :)

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