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Janos Matu-​schewski
Reflektion / 7. Januar 2011

Ich dachte bestimmt 4 Monate lang, er hieße Josh. Ken­nen­ge­lernt habe ich ihn durch eine gemein­same Freun­din und selbst, wenn das nicht gesche­hen wäre, hätte man unwei­ger­lich irgend­wann auf ihn tref­fen müs­sen. Josh steckte hier in die­sem klei­nen Kaffe über­all drin, was irgend­wie Spaß machte und ich rechne ihm heute immer noch hoch an, dass er die ver­mut­lich beste Musik­aus­wahl auf einer Mensa­party in die­sem Ort spielte, die jemals gespielt wur­den ist. Er gehörte zu den Leu­ten, die Wer­ni­ge­rode und das stu­die­ren hier wesent­lich leben­di­ger gestal­tet haben, als es denn heute ist. Seit­dem hat er eini­ges bewegt und sich sei­nen Platz hier wahr­lich ver­dient, denn auch wenn kein Gestal­ter ist, ist er ein krea­ti­ver Geist und besitzt eine Menge Herz­blut. Wer sich davon über­zeu­gen möchte, schaut auf den bes­ten Musik­blog die­ses Landes.

Was ist dein Schaffen?

Der­zeit ver­bringe ich den Groß­teil des Tages in einem Groß­raum­büro in Ber­lin Kreuz­berg. Ich bin dort seit März 2009 und ich fühle mich auch nach fast zwei Jah­ren immer noch sehr wohl. Kol­le­gen und Vor­ge­setzte sind Freunde gewor­den. Man hat mich in ver­schie­den Berei­chen Erfah­run­gen sam­meln las­sen, mir Ver­trauen geschenkt und mir vor allem auf­ge­zeigt, was ich gut und was ich weni­ger gut kann.

Was wirst du tun?

Natür­lich da blei­ben, wo es mir Spaß macht. Da movie­pi­lot sich selbst immer neue Ziele steckt, gehen auch mir die Ziele nicht aus. Solang ich zufrie­den bin mit mei­ner Arbeit, sehe ich keine Not­wen­dig­keit etwas zu ändern.

Warum tust du das?

Um unab­hän­gig zu blei­ben und weil es mir ein­fach Spaß macht. Nix geht ohne Spaß. Alles andere ist ver­gäng­lich und lähmt dich in dei­nem Schaffen.

Wie hast du dich ges­tern gesehen?

Als ver­schwen­de­ten BWL-​Studenten.

Was beein­flusst dein Tun?

Der Drang nach Erfolg. Kein mate­ri­el­ler Erfolg. Eher der Gedanke, dass man sich und sein Team immer wei­ter nach vorn brin­gen kann. Und ich will ein­fach gut sein, in dem was ich mache. Schließ­lich über­trägt man mir Ver­ant­wor­tung. Ich möchte nie­man­den ent­täu­schen. Es ist aber keine Angst vor Ent­täu­schung, ich sehe es ein­fach nicht als notwendig.

Warum machst du nicht etwas anderes?

Filme sind meine Lei­den­schaft. Da mein Inter­esse daran nie schwin­den wird, möchte ich nix ande­res machen. Aber sag nie­mals nie…

Wann beginnt für dich Scheitern?

Wenn man kei­nen Drang mehr ver­spürt etwas zu errei­chen. Wenn Belang­lo­sig­keit ein­tritt. Das hatte ich bis­her nur im Stu­dium und in der ein oder ande­ren Bezie­hung. Aber Schei­tern bedeu­tet auch einen Neu­an­fang. Daher ist das gar nicht so doof, mal rich­tig auf die Fresse zu fliegen.

 Janos Matu schewski

Wo bist du gescheitert?

woo­op­sie schon beantwortet…

Wer bist du danach geworden?

Ich bin immer noch ich!

Ver­misst du etwas?

Meine Eltern.

Wel­che Rolle spielt Ber­lin bei all dem?

Ber­lin war der Ort, an den ich als ers­tes dachte, als es darum ging, ein geschei­ter­tes Stu­den­ten­le­ben hin­ter sich zu las­sen. Ich ging nicht allein nach Ber­lin und bin dar­über im nach­hin­ein sehr froh. Hab Dank für alles!

Wel­che Hürde siehst du in dei­ner Zukunft?

Ein­sam­keit.

Wenn du sie über­win­dest, bist du…?

Erst­mal ver­liebt und irgend­wann wie­der ein­sam. So ist das eben. Man weiß das ja.

Gibt es eine Idee, die du dich nie getraut hast, umzusetzen?

Für die Frage bin ich viel­leicht noch zu jung. Aber ich will auf jeden Fall irgend­wann mei­nen eige­nen Club besit­zen. Da lass ich mir aber noch Zeit mit.

Nenne noch 3 Songs, die deine Per­son am ehes­ten zusammenfassen.

Toco­tro­nic – Hi Freaks

Nir­vana – Nega­tive Creep

The Kinks — Not­hing In This World Can Stop Me Worrin’ Bout That Girl

#Iamnosuperman#Interview#Janos Matuschewski#Refelektion

(1) COMMENT

Phil
4 Jahre ago ·

Schöne Fra­gen und Ant­wor­ten. Einen Club auf­zu­ma­chen, gehört auch zu mei­nen Träumen.

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