This must be the place.
Das letzte Jahr war so krass Schule für mich, wie noch keines in meinem Leben. Zumindest fühlt es sich an, als wären es 5 Jahre gewesen, doch nur mit 1x Geschenke zu Weihnachten. Es hat sich so viel verändert. Zeitweise wusste ich nicht mehr, was hier eigentlich passiert und wollte nur noch meine Sachen packen und alles zurücklassen, was ich nicht tragen kann. Das war nicht mehr ich und das um mich herum war nicht mehr das Leben, was ich anstrebe. Ich hab mich reduziert und zurückgenommen. Ich habe für die Sicherheit gelebt und gearbeitet und nicht mehr für mein Vorankommen. Da war ich plötzlich dieser geizige Typ geworden, der lieber ein Wochenende zuhause bleibt, keinem Menschen begegnet, um seine Sachen klar zu kriegen, falls sich plötzlich alles noch mehr in Luft auflöst. In dem ich nach Aachen gezogen bin, trat ich eine Entwicklung los, die ich nur erahnen konnte und erst jetzt langsam begreife. Es ist ein entsetzlicher Kompromiss und ich brauche einen anderen Ort. Kompromissloser, definierter, nicht aus einem Bedürfnis geboren, sondern aus einem Wunsch. Mein erster Gedanke spielte auf eine Kollektiv hin. Eine Gemeinschaft, die glücklich und zufrieden ihre Arbeiten mit einiges an Synergie erledigt. Eine Gemeinschaft, die wächst, die sich bildet und formt. Jedoch ist es damit nicht getan. Es geht um mehr. Es geht um das gesamte Leben und das ist viel mehr als nur Arbeit. Überhaupt ist Arbeit doch ein kleinerer Teil meiner Person, als ich gedacht habe. Ich habe außerdem erkannt, dass es so viele Menschen gibt, die getrieben durch’s Leben laufen. Eine innere Unruhe umgibt mein Umfeld. Fast jeder erzählt mir davon, was er eigentlich viel lieber machen würde. Vielleicht ist es das Los des Deutschen, oder man muss es wirklich erst lernen, sich zu definieren und dafür einzutreten. Die ganze Welt scheint irgendetwas zu suchen. Die ganze Welt will aufbrechen und einen neuen Ort finden. Glücksritter sind wir dieser Tage und so habe ich beschlossen einen ersten Schritt zu wagen. Einiges, was ich versucht habe in diesen Blog zu quetschen, diesen der von meinem Namen geziert wird, werde ich nun woanders noch viel deutlicher in die Welt hinaustragen. Ich werde dabei nicht allein sein. Johannes wird mir zur Seite stehen und es werden noch mehr hinzukommen. Wir werden uns auf eine Reise begeben. Never for money, always for love! Jeder für sich und doch zusammen, bis wir letztendlich sagen: “This must be the place.”
[…] Zeit geschafft habe – oder eben nicht. Reise, reise, Seemann reise. Ich passe ein bisschen auf André auf, zusammen und bald zu vielt gehen wir voran und schauen wohin es uns treibt. Dabei sein ist […]