Classic Film Styles for Capture One

Foto: Felix Rödiger

Es ist nun fast ein Jahr her, dass ich euch das Kodachrome K14 Projekt vorgestellt habe, ohne zu wissen, was aus einer Idee meines müden Hirns am Ende des Tages erwachsen könnte. Damals kam relativ schnell die Frage, ob ich das Ding nicht auch für Capture One ausarbeiten könnte und ich drückte mich erstmal darum. Lange hatte ich mit Capture One gearbeitet und wusste um die Unterschiede zu Lightroom. Während ich in Lightroom ein Farbprofil nutzen muss, um den Funktionsumfang zu erweitern, ist der Farbeditor in Capture One schon mächtig genug, die nötigen Korrekturen umzusetzen, das war klar. Dennoch tat ich mich mit einer generellen Aussage schwer. Ich wollte das erstmal in Ruhe testen, bevor ich die Klappe aufreiße. Außerdem kam mir sofort der Gedanke, dass es noch mehr geben müsste, als nur die Kodachrome inspirierten K14 Presets. Was ist mit einem guten Kodak Portra 400, oder Tri-X 400? So richtig gefiel mir da am Markt nichts, zumindest wenn man etwas ähnliches, wie VSCO haben möchte.

Fuji Velvia 50

Als erstes probierte ich einen Kodak Gold 200 aus. Davon habe ich genug Rollen hier und in der Mju II ladet meistens nichts anderes. Da ich eh gerade Tests für die CineStill ECN-2 Lightroom Presets fotografierte, ging der Gold 200 gleich einfach mit. Mit ein bisschen Mühe, war das Ergebnis schneller ziemlich stattlich, als ich es gedacht hatte. Ich begann daraufhin mit dem Kodak Kodachrome 64. Die ersten Entwürfe, aus denen die K14 Presets hervorgegangen waren, wollte ich ohnehin ein bisschen überarbeiten. Aus überarbeiten wurde dann schnell eine völlig neue Version, die ich dem K14 Lightroom Presets zu Weihnachten hinzugefügt habe und die nun auch Teil der Film Styles für Capture One ist.

Foto: Felix Rödiger / Fuji Acros 100

Danach fragte ich mal in der Facebook Gruppe rum, was man sich sonst noch wünscht und schnell war eine schöne Liste an Lieblingsfilmen zusammengekommen. Auch neue Leute traten in mein Leben, die das Projekt ganz großartig unterstützten. Felix Rödiger hat mir so viel, so gutes Material zur Verfügung gestellt. Er hat Filme belichtet und mir so Tests abgenommen. Milad Ahmadvand führte mich zum besseren Fuji Acros 100 und Tobias Schult wusste, wie ein Kodak Gold 200 noch authentischer sein kann. Diese Hilfe ist wirklich großartig, wichtig und lieb gewesen. Ich bin sehr dankbar dafür. Am Ende bin ich ja immer noch Fotograf, hab meine Jobs und The Classic Presets ist mehr ein Nebenprojekt, Hobby wenn man so will.

Nun haben wir erstmal 26 verschiedene Farb-, Dia- und Schwarzweißfilme in Capture One angelegt. Die Grundlage, die wichtigste Basis, ist damit geschafft. Die VSCO Film Packs sind immer noch umfangreicher, aber wir können erstmal arbeiten und es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich bin ein kleines bisschen stolz und froh, wie damals bei den Kodachrome K14 Presets. Die CineStills waren einfach, aber hier hatte ich doch etwas Bammel.

Welche Filme sind dabei:
Agfa Optima 100
 Agfa Vista 100
 CineStill 50D
 CineStill 800T
 Fuji 400h
 Fuji Acros 100
 Fuji Fortia SP 50
 Fuji Neopan 1600
 Fuji Provia 400x
 Fuji Sensia 100
 Fuji Superia 400
 Fuji Velvia 50
 Ilford Delta 100
 Ilford Delta 400
 Ilford Delta 3200
 Ilford FP4 125
 Ilford HP5 Plus 400
 Kodak Kodachrome 64
 Kodak E100
 Kodak Ektar 100
 Kodak Elite Chrome 100
 Kodak Gold 200
 Kodak Portra 160
 Kodak Portra 400
 Kodak TMAX 400
 Kodak Tri-X400

3 Packs, eine Collection.

Mehr Infos gibt es im Online Shop. Um möglichst fair zu sein, findet ihr dort 3 verschiedene Packs, Essentials zum Schnuppern, Extended für die Erweiterung der Essentials auf den vollen Umfang und dann natürlich noch die Full Collection. Egal, wie ihr euch entscheidet, es kostet nie mehr, als für die Full Collection.

Mehr Samples

Fuji 400h

Foto: Felix Rödiger / Fuji Velvia 50

Kodak Portra 400

Kodak Kodachrome 64

Kodak Kodachrome 64

Kodak Kodachrome 64

Kodak Kodachrome 64

Kodak Ektar 100

Foto: Felix Rödiger / Kodak Tri-X 400

Classic K14 64er – Modern

Es ist kein Jahr her, dass ich eines Nachts mit den Arbeiten an einem Preset begann, was Kodak Kodachrome simulieren sollte. Seit diesem Abend dreht sich bei mir vieles darum, wie Farben, wie Bilder, wie Lightroom, oder Capture One funktionieren. Es ist ein bisschen so, als hätte man die Matrix begriffen und könnte die Welt aus den Angeln heben. Große Worte, aber ich kann es nicht anders beschreiben. Ich bin sehr pedantisch geworden und das schlägt sich in meiner Arbeit nieder. Jüngst habe ich damit begonnen Film Styles für Capture One zu entwerfen und den Kodachrome noch mal etwas zu verbessern.

Ich weiß, viele lieben die Classic K14 Presets, wie sie sind, aber mit der Zeit störten mich ein paar Dinge. Manchmal kamen mir die Presets ein bisschen zu brachial daher und ich ertappte mich dabei, wie ich sie selbst immer weniger verwendete. Als es mir das erste Mal auffiel, war ich gerade mitten in der Arbeit am Nachfolgeprojekt, dem ECN-2 und ich hatte kaum Zeit, den CineStill richtig umzusetzen, da war ich schon mit meinen Gedanken bei einer Korrektur der K14 Presets. Am liebsten wäre ich mit dem Kopf durch die Wand gerannt und hätte alles eingerissen.

Mit der Zeit hatte ich gelernt, wie man dieses, oder jenes besser gestalten könnte und ich wusste nicht, wann ich es umsetzen sollte. Da alle zufrieden waren, schien es nur mich ein bisschen verrückt zu machen und so setze ich mir das Ziel, am ersten Geburtstag des Projektes, ein größeres Update auszuliefern. Nach Weihnachten wollte ich damit beginnen und die ruhigen Tage nutzen, aber ihr wisst, wie das mit Plänen ist. Hier kam einiges durcheinander und ich hatte jetzt die Zeit, also hab ich mich mal die letzten 2 Tage hingesetzt und eine neue K14-Variante erschaffen.

Das Classic K14 64er – Modern Preset ist eine Homage an die letzte Kodachrome Version vor ihrer Einstellung 2009. Das Preset orientiert sich weniger an den Bildern der 80er und 90er, sondern am Material der letzten Tage. Es ist ein bisschen gefälliger, sanfter, nüchterner. Ab sofort ist er Teil des Classic K14 Preset Packs. Das Update ging gerade raus.

Es wird weitere Verbesserungen geben. Ich denke daran, die Profile zu überarbeiten und eine bessere Balance zu gewährleisten, gerade wenn verschiedene Kameramodelle im Spiel sind und einen 25er – Modern bräuchte man ja vielleicht auch, oder einen 200er? Es bleibt spannend und wird nicht langweilig.

Classic K14 64er – Modern Samples

 

 

Solaris Project / Free Lightroom Preset

Ihr kennt vielleicht mein neues Hobby. Ich bastle Lightroom Presets und versuche ein paar Dinge hinzukriegen, die man bei VSCO oder ReallyNiceImages nicht anbietet. Angefangen hat alles damit, dass ich gerne sehen wollte, wie manche meiner Bilder auf Kodachrome 64 ausgesehen hätte und wie das manchmal so ist, wenn es andere nicht so gut hinbekommen, dann muss man es selbst machen. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich bald einen kleinen Online Shop betreuen würde und das nicht das letzte Preset gewesen sein sollte, was ich bauen würde. Die Herausforderung weiterzumachen, war einfach so verlockend, dass ich mich gleich auf das nächste Projekt gestürzt habe, CineStill. Mittlerweile war eine kleine Community herangewachsen und ich bin mit vielen tollen Menschen in Kontakt gekommen, die mich immer wieder auf neue Ideen gebracht haben. Aktuell arbeite ich an vernünftigen Film Styles für Capture One. Eine erste Preview des Kodachrome könnt ihr sehen, wenn ihr meine letzte Reise nach Wien betrachtet, aber es wird weit mehr geben. Portras, Tri-X, T-Max, 400h, Velvia, Provia, Acros, Deltas…  Das wird allerdings noch eine Weile dauern und ich hätte doch so gerne ein kleines Weihnachtsgeschenk aus dem Hut gezogen. Mir ist Wertschätzung sehr wichtig und die muss auf Gegenseitigkeit beruhen. Ich hab in diesem Jahr viel Lob und Unterstützung bekommen. Irgendwie möchte ich das noch mal honorieren und darum ziehe ich das übernächste Projekt schonmal in einem ganz kleinen Teil vor.

Solaris 1 – cool

Das „Solaris Project“ entstand als Idee, den Ferrenia Solaris in Lightroom mit einem Preset zu simulieren. Ich hab dazu ein paar Entwürfe gemacht und in der Facebook Gruppe zu den Classic Presets diskutiert. Dabei kam heraus, dass vielen ein funktionierender, leicht zu verstehender Look wichtiger ist, als eine exakte Simulation eines Films, den viele nicht mal mehr kennen. (Ihr währt erstaunt, wie wenige von Kodachrome wissen.) Eine neue Idee sprang mir damals in den Kopf. Wie wäre es, viele zu simulieren, die es gar nicht gegeben hat, aber die den gleichen analogen Charm besitzen? Die Möglichkeiten sind grenzenlos und wenn man einmal verstanden hat, wie sich unsere digitalen Daten zu den physischen Eigenschaften von Negativ- und Positivfilmen unterscheiden, kann man ein schönes kleines Portfolio von Presets zaubern, die genau das bieten, was euch wichtig ist.

Solaris 1 – warm

Das Solaris Project wird aber nicht einfach nur aus einer Hand voll Presets bestehen. Die Idee ist, mit einer Basis von sagen wir 10 Presets zu starten und monatlich einfach einen weiteren Film hinzuzufügen. Ich möchte mit der Community dann immer darüber entscheiden, was als nächstes kommen soll. Ich denke, das könnte allen Spaß machen. Heute fangen wir gleich damit an und Solaris 1 gibt es als Weihnachtsgeschenk.

Solaris 1 herunterladen

Solaris 1 Samples

 

Color Grading mit Adobe Lightroom

Leider gibt es kaum gute Literatur dazu, wie man einen Look entwickelt. Es gibt zwar ganz viele „Grade your pictures like…“ Videos, oder jemand erklärt dir die Funktionen der Software, aber wie kann man so einen Workflow logisch aufbauen? Was ist wichtig und wo beginnt man? Kann man Rückschlüsse aus Bildern anderer ziehen? Ich habe mich damit mal beschäftigt und einen kurzen, vielleicht hilfreichen Screencast aufgezeichnet. Mein Workflow beginnt eigentlich damit, dass ich Bilder analysiere. Hier kann man soweit gehen und Farbharmonien für die geplante Strecke erstellen, noch bevor man überhaupt das erste Bild schießt, schließlich kommt der Look vor allem erstmal vom Motiv selbst. Ein nützliches Tool dafür ist Adobe Color CC, oder die Browser Erweiterung für Google Chrome „Palette Creator“ (Danke an die Facebook Gruppe für den Hinweis). So kann man sein Set entsprechend gestalten, oder auf wiederkehrende Farbgebungen achten.
Natürlich spielt Licht, also oft die Tageszeit, das Wetter und unsere eingesetzten Kunstlichtquellen auch eine Rolle. All das muss man zuerst bedenken, bevor man auch nur einen Regler verschiebt. Im Idealfall passt es nämlich dann so schon ziemlich gut und muss nur noch verfeinert werden.
Wenn ich einen neuen Look erzeuge, dann beginne ich immer mit der HSL-Sektion in Lightroom. Dort bestimme ich meine Farben und mein Ziel ist es, hier schon so weit zu kommen, wie es nur geht. Erst danach mache ich mich an die Gradationskurve und runde alles mit der Teiltonung ab, wenn ich noch eine wärmere, oder kühlere Stimmung mitgeben möchte. Die restlichen Einstellungsmöglichkeiten sind für mich mehr Problemlöser, um Belichtungen zu korrigieren, die mir misslungen sind, oder mir der Funktionsumfang nicht ausreicht, um meine Wunschtonung zu bestimmen. Lightroom ist immer noch ein recht rudimentäres Tool und eigentlich gar nicht dafür gedacht, Bilder darin soweit auszuarbeiten. Archivieren und Korrigieren soll es können, aber Adobe sieht den Part der Ausarbeitung immer noch bei Photoshop. Nebenbei bemerkt, liefern Korrekturen dort auch elegantere Ergebnisse, aber ich schweife ab. Schaut euch das Tutorial an und kommentiert, wenn ihr Fragen, oder Anregungen habt.

Wien

Sheila wollte sich in Linz tätowieren lassen und so haben wir kurz ein paar Tage Wien gebucht und alles mitgenommen, was man damit verbinden kann. Familie, Air Berlin Bankrott, Leica Shop und Store besuchen, Schnitzel, nur das kunsthistorische Museum haben wir nicht geschafft. Seitdem ich das erste Mal in Wien war, wissentlich noch öfter zu kommen, fotografiere ich dort immer viel Straße. Es geht gut, aber insgeheim möchte ich irgendwann einfach mal genug haben, um es gedruckt Seite an Seite zu reihen. Aktuell ist das aber alles mehr oder weniger noch Findungsphase. Es passiert noch viel zu sehr nebenher und unbedacht. Mal sehen, eines Tages, ihr wisst schon.

Linz

Zurück in Wien.

  

Blankenburg

Ich will sagen, am Wochenende, aber eigentlich war es kein Wochenende, auch wenn es sich so anfühlt. Am Dienstag brachen wir in meine Heimat auf. Feiertag ausnutzen und der Familie eine kleine Freude machen, dass sie mich mehr als zweimal im Jahr sehen. Seitdem ich Sheila das erste Mal mitgenommen habe, ist mir da ein Gefühl aufgefallen, was vielleicht schon viel länger existiert. Ich komme mir immer eine bisschen vor, als wären wir Zeitreisende, oder würden uns in einem Traum bewegen. Die Straßen, die Wälder und so gar manche der Menschen, sind gleich geblieben, anderes hat sich verändert und obwohl es vertraut wirkt, fehlt ein weniger der Zugang. Wir sind nun Beobachter. Ich habe mich gefragt, wie ich mich dort einfügen würde, wäre ich nicht weggezogen und finde keine passende Vorstellung dafür. Es ist nur ein Gedankenspiel, denn ich will gar nicht mehr zurück und fühle mich dadurch bestätigt, in meiner Freude, dem entronnen zu sein. Allerdings kann ich auch nicht sagen, dass ich angekommen bin und nun das Spiel durchgespielt zu haben. Ich denke, das hat man nie. Kennt ihr diese TED Talks? Wo irgendwer von seiner „heroic Journey“ spricht und alles klingt, wie eine einfache Anleitung zum Erfolg? Das ist Marketing. So ist es doch mit nichts im Leben, außer man baut ein IKEA Möbelstück auf. Mein Leben findet jetzt gänzlich woanders statt und wird in naher Zukunft sich wieder wandeln. Ich bin sehr froh darüber, keine Grenzen mehr zu sehen, die meinen Horizont einschränken.

Ein Jahr Leica M

Vor einem Jahr kaufte ich voller Unvernunft eine Leica M9. Es gefiel mir, ein Risiko beim Kauf dieser Kamera einzugehen, nicht wissend, ob ich das Geld nicht für den Winter bräuchte. Dezember und Januar sind ja magere Monate. Wenn alles schief laufen würde, könnte ich sie ja wieder verkaufen, dachte ich. Die Dinger sind ja Wertstabil. Niemand hielt mich auf und dieser Moment gefühlter grenzenloser Freiheit, liegt seither wie ein verantwortungsvoller Schleier über mir. Ich fühle mich der Fotografie verpflichtet. Wer einen so teuren Halsschmuck spazieren trägt, fängt damit besser etwas an und genau das habe ich versucht. Ich habe viele hinterfragt, geübt und ziemlich oft mich selbst im Spiegel fotografiert. Keine Ahnung, ob ich nun ein besserer Fotograf geworden bin, oder jetzt intelligenter fotografiere. Ich weiß, dass wenn dafür die Kamera weniger verantwortlich ist, als ich es denn selbst bin. Sie ist höchstens ein ziemlich teurer Motivator und Trainer. Niemand braucht eine Leica, aber wer sich nicht gut selbst zusammenreißen kann, dem ist sie wärmstens empfohlen. Ich blende seither deutlich mehr ab und versuche Bilder mit mehr Tiefe zu erzeugen. Mein Blick fällt auf manches, an dem ich vielleicht vorbeigelaufen wäre. Ich fotografiere Jobs mit der M und alles fühlt sich ein bisschen ehrfürchtiger an. „Das ist aber eine schöne Kamera.“ höre ich seither öfter und denke mir: „Ach bitte, komm schon. Labere doch nicht.“. Ich fühle mich dann immer ertappt, dass es vielleicht doch nur ein teurer Halsschmuck ist. Immerhin sind gut 15.000 Bilder weniger auf der Festplatte, bei gleichem Arbeitspensum. Kann an der M liegen, kann aber auch sein, dass sich die Projekte nur verändert haben. Ich will sagen, ich liebe diese Kamera, aber niemand braucht sie. Ich lebe im Luxus und sei ehrlich, du willst es doch auch.

Leica M9

Leica M-P 240

Das CineStill Lightroom Preset

Ich hab da was Neues gebastelt, eine CineStill Lightroom Preset. Nachdem ich mich an Kodachrome versucht habe, dachte ich, fülle ich doch mal alle Lücken, die VSCO ausgelassen hat. Dazu gehört vor allem CineStill, den es in 2 Varianten gibt. Es handelt sich dabei um modifiziertes Kodak Vision 3 Material, was für den C41-Entwicklungsprozess nutzbar gemacht wird und so kann man, mit dem Material fotografieren, auf dem LaLaLand, oder The Hateful Eight produziert wurden. Kodak Vision 3 ist ziemlich beliebt bei Filmemachern, die gerne noch analog arbeiten. Wenn man also in Tarantinos Bilder verliebt ist, dann packt man es an, kauft sich 50D und 800T Filme und beginnt damit, Tests zu fotografieren.

Ich habe mit einer Canon EOS 5 die gleichen Motive fotografiert, wie mit meiner 6D. Gleiche Optik, gleiche Zeiten, möglichst identisch. Während die Filme dann zu MeinFilmLab gingen, die mir wunderbare 16bit-Tiffs gescannt haben, habe ich schon mal viel recherchiert und mir weiteres Vergleichsmaterial besorgt.

Referenzbild von Till Junker – CineStill 50D

Unterstützt hat mich meine kleine Facebook Gruppe. Till und Carsten haben zu der Zeit selbst 50D und 800T Rollen verschossen und versorgten mich mit reichlich Referenzbildern. So konnte ich schon mal vorarbeiten, bis die Scans aus dem Labor kamen. Mit denen erstellte ich dann, genau wie beim Classic K14-Projekt, Kameraprofile und passte meine Preset Prototypen an. Das war alles viel einfacher, da ich so gutes Referenzmaterial hatte, im Vergleich zum Kodachrome inspiriertem Classic K14. Damals musste ich mehr raten und benötigte einen viel größeren Fundus an Originalmaterial. 2 Jahre später war ich dann mit dem fertig. Für die CineStill Presets wollte ich mir zunächst 6 Wochen lassen, aber dann wurden es 5 Monate. Ganz so schnell und einfach war es dann doch nicht und ich musste auch ein bisschen richtig arbeiten und konnte weniger zuhause rumnerden.

Referenzbild auf CineStill 50

Referenzbild mit Canon EOS 6D und dem Classic ECN-2 50D Lightroom Preset

Nun ist das Projekt abgeschlossen und umfasst eine ganze Menge mehr, als ich mir am Anfang gedacht habe. Es gibt Push- und Pull-Varianten, Tonungen, Korrekturen, fast ein kleines digitales Labor, aber das erkläre ich euch gerne mal persönlich.

 

Mehr Infos findet ihr drüben im Online Shop.

Mehr Samples:

Ricoh GR – Classic ECN-2 800T

Canon 6D – Classic ECN-2 800T

Leica M-P 240 – Classic ECN-2 800T

Leica M-P 240 – Classic ECN-2 800T

Leica M9 – Classic ECN-2 800T

Leica M9 – Classic ECN-2 800T

Leica M9 – Classic ECN-2 800T

Ricoh GR – Classic ECN-2 800T

Leica M-P 240 – Classic ECN-2 800T

Leica M-P 240 – Classic ECN-2 50D

Leica M-P 240 – Classic ECN-2 50D

Liebe Sheila,

es sind ganz seltene Tage, an denen ich keine Kamera mitnehme, wenn wir zusammen etwas unternehmen, oder nur zum Supermarkt gehen, um langweiligen Alltagsquatsch zu erledigen. Ich versuche immer zu fotografieren und wenn ich nicht fotografiere, denke ich mich in irgendetwas rein, was damit zu tun hat. Es ist mein Job, es ist mein Hobby und würde ich im Schlaf sprechen und nicht nur undefinierte Geräusche machen, würde ich sicherlich dann auch noch davon sprechen. Ich will sagen, Fotografie ist ein wichtiger Teil in meinem Leben, genauso wie du es einer bist. In den letzten zwei Tagen war ich wieder ein bisschen mehr in meinen eigenen Gedanken gefangen. Ich bin das Eichhörnchen, was überall Nüsse sieht, nur dass es bei mir Bilder sind und ich nicht so flauschig bin. Manchmal muss ich der nervigste Mensch sein, der neben einem herlaufen kann. Darum weiß ich und ich möchte es gerne ändern, aber doch nicht ganz ablegen. Wenn ich mir die Bilder ansehe, denke ich immer an die Tage, an denen sie entstanden sind. Ich weiß, du bist neben mir gelaufen und ich weiß, worüber wir uns unterhalten haben. Mit dir habe ich einen Menschen gefunden, der mich darin versteht und unterstützt. Du erträgst es, aber du liebst es auch. Manchmal glaube ich, hilfst du mir so sehr, ohne es überlegt zu tun. Zusammen finden wir Lösungen für meine Fragen. Du hilfst mir, mich zu entwickeln und ich bin dir so dankbar dafür, dass du mich verstehst.

 

Während wir eine Hose kaufen wollten, fotografierte ich dies: