Konserva– torium
Die letzte Woche habe ich mich zur Hälfte in Magdeburg aufgehalten und zur anderen Hälfte vor Photoshop. Ich möchte nun von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen berichten. Der Job an sich klang spannend, weil es eben nichts besonderes war. Porträts der Fachbereichsleitern des Konservatorium Georg Philipp Telemann, ein paar ‘Emotion Shots’, Architektur– und Interiorfotografie standen auf meiner Liste. Das ganze wurde für die bald erscheinende Internetseite des Konservatoriums für die Hochschule Harz produziert, welche an der Umsetzung arbeitet.
Architektur
Das Gebäude bieten mit einer runden Form und bunten Farben einige spannende Möglichkeiten. Spielereien mit dem Blickwinkel sind hier schon fast Pflicht. Einige der hier gezeigten Fotos werden sicher keine Verwendung finden, da sie einfach zu verspielt sind und zu fremd wirken. Ein 8mm Fisheye macht schon Spaß, aber bringt auch einige Probleme mit sich. Manchmal ist die Verzerrung zu stark und ohne Autofokus ist Blende 8 auch Pflicht. Ich musste auch sehr nachschärfen, damit die Bilder nicht zu sehr herausfallen. Für den Produktionseinsatz hätte ich mir etwas anderes gewünscht.
Interior
Der Innenhof gefiel mir sehr. Ein großes Glasdach sorgt für Licht und alles ist hell. Hier schlagen sich die 8mm besser und sind fast notwendig gewesen, um den ganzen Raum abbilden zu können. Ganz im Gegensatz dazu vielen die Unterrichtsräume aus. Teilweise klein und eng mit wenig Licht und damit die 40D an ihren Grenzen. Arbeiten mit Stativ waren kaum, bis gar nicht möglich. Alles musste immer sehr schnell gehen und meist, war es auch nicht möglich die Räume völlig leer vorzufinden. Mischlicht ist mein neuer Feind!




Porträts
20 Minuten für jede Person und alles sehr straff, was gegen meine Erwartungen gut funktionierte. Ich hätte mir gerne mehr Zeit für jeden genommen, aber für einige war es wohl wie ein Zahnarztbesuch. Ich nutzte die obere Ebene des Innenhofes für die Porträts, da hier genug Licht vorhanden war und zudem das Gebäude wiedererkennbar ist. Das verunsicherte aber auch wieder einige, da sie wohl eine ganz andere Vorstellung von einem Fotografen haben. Da müssen Blitze stehen und eine neutrale Fläche im Hindergrund sein. So etwas in der Art wäre mich hier auch ausnahmsweise lieber gewesen, da ein sehr ähnlicher ‘Look’ bei allen Bildern gewünscht war. Das Licht änderte sich über die Stunden und auch vom Äußeren unterschieden sich die Personen voneinander. Ich hatte in Photoshop danach große Mühe alles wieder zusammenzubringen. So recht zufrieden bin ich mit dem Ergebnis immer noch nicht, aber die Deadline beendete dann doch die Arbeiten.






Der Rest
Eltern möchten nicht, dass ihre Kinder in den Unterrichtseinheiten fotografiert werden. Wäre es für eine Tageszeitung gewesen, wären sie einverstanden gewesen, aber vor dem Internet haben alle Angst. Die sympathischsten Gruppen hatten auch die sympathischsten Leiter. Abblenden wären oft schön gewesen, aber was will man in der Dunkelheit schon machen. Ich hasse Mischlicht! Ich möchte eine 5D MKII, einige Festbrennweiten zwischen 24 und 135mm, sowie ein mobiles Studio. Ach, und zwei 2 TB Festplatten mit Firewire 800. Ich musste einige alte Projekte auslagern, oder löschen, da ich für die Masse an Bildern, keinen Platz mehr hatte. Mein Grafiktablett war in der Post dann sehr nützlich und ich bin froh, es gekauft zu haben.
Ich würde mich sehr über Resonanz, Hinweise und Kritik freuen!





Hallo Andre,
möchte auch mal einen Kommentar abgeben.
Mir gefallen die Fotos sehr gut., besser als in einem Studio, auch wenn du mehr Arbeit hattest. Der eine Herr sieht ja Tino etwas ähnlich, oder?
Mach weiter so tolle Fotos
[…] Das Konservatoriumsprojekt ist abgeschlossen und die Hochschule überlegt nun aus welchem Topf sie mich eigentlich bezahlen können. Wenn öffentliche Haushalte mal eine Leistung einkaufen müssen, ist das echt ein Krampf. […]