Robert und die Raufasertapete
Filme entwickle ich zur Zeit mit der gleichen Motivation, wie die eines geschlechtsreifen Pandas zur Fortpflanzung in Gefangenschaft. Ich glaube manchmal habe ich so gar die Zeit dazu, aber dann sitze ich doch wieder nur lethargisch herum und starre meine geliebte Tapete an. Gibt ja wichtigeres, wie Zukunftsplanung, Lebensglück und die Sorge vor dem Leben unter der Brücke. Lächerlich gehetzt, vom Kommerz getrieben, sitze ich also da und entscheide mich doch mal einen Film zu entwickeln. Die Negative zeigen Flohmarkaction, nervenzerreibende Szenen einer urbanen Umgebung und Robert singt uns ein Lied dazu. Die Dämpfe der Chemie entwickeln in mir wieder einmal den Gedanken, man müsse doch damit mehr machen können, als ein paar likes zu erbetteln. Drogenrausch! Ich schiebe es auf die Verneblung, nippe an meinem Glas und widme mich wieder wichtigerem. Tapete, ich liebe dich.


























